Neu erschienen: Waldbesitzerinnen als Zielgruppe

Zu unserer Waldbesitzerinnen-Studie haben wir in der Ausgabe 20 der AFZ/Der Wald eine (deutlich) gekürzte Fassung geschrieben, die jetzt auch als PDF verfügbar ist.

Worum geht es?

Sind Waldbesitzerinnen eine Zielgruppe forstlicher Akteure, um die Holzmobilisierung in Klein- und Kleinstprivatwäldern zu fördern? Eine im Auftrag von Landesforsten Rheinland-Pfalz am Institut für Forstbenutzung und Forstliche Arbeitswissenschaft der Universität Freiburg durchgeführte Pilotstudie widmete sich dieser Frage am Beispiel der rheinland-pfälzischen Eifelregion. Dabei zeigt sich: ein gutes Viertel der
Kleinprivatwaldbesitzenden sind weiblich. Deutlich wurde auch: „Die“ Waldbesitzerin gibt es nicht.

Zwei Haupttypen konnten identifiziert werden, nämlich die am traditionellen Rollenverständnis orientierte und die emanzipiert orientierte Waldbesitzerin. Ausgehend von den Ergebnissen zur Waldnutzung und zum vorhandenen Wissen der Besitzerinnen zeigt sich, dass speziell auf die Lebenswirklichkeit der Klein- und Kleinstprivatwaldbesitzerinnen zugeschnittene Beratungs- und Betreuungsangebote sinnvoll sind. Erforderlich ist dazu allerdings die Bereitschaft, die Art und Weise, wie Beratung und Betreuung für Waldbewirtschaftung ausgestaltet wird, zielgruppenorientiert zu erweitern.

Damit würde das Interesse von Waldbesitzerinnen „mal ein bisschen zu verstehen, was da überhaupt läuft“ unterstützt werden, denn: „Warum sollen die das nicht können! Warum sollen nur die Männer das können!“

Hier weiterlesen (PDF, 1 MB).

Schlecht, Eva-Maria; Westermayer, Till (2010): »Waldbesitzerinnen als forstliche Zielgruppe«, in AFZ/Der Wald, Jg. 65, H. 20, S. 10-14.

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Artikel: „Die Hannoversch-Mündener Forstpionierinnen“ aktuell erschienen im Archiv für Forstwesen und Landschaftsökologie

Der Artikel „Die Hannoversch-Mündener Forstpionierinnen“ ist in der aktuellen Ausgabe des Archivs für Forstwesen und Landschaftsökologie erschienen. (Heft 44/ 2010/ S.116-122/ http://www.forstpraxis.de/afl-aktuelle-heft)

Die Freiburger Forstwissenschaftlerinnen Astrid Kühnel, Maria Hehn und Eva-Maria Schlecht zeichnen hierin die Geschichte der ersten Forststudentinnen an der „Königlichen Forstakademie zu Münden“ von 1939 bis 1945 nach.

Zusammenfassung:

Im Herbst 1939 trugen sich erstmals zwei Frauen als Studentinnen der Forstwissenschaft in das „Album der Königlichen Forstakademie zu Münden“ ein. Weitere folg­ten, so dass bis 1945 in Hannoversch-Münden mehr als 30 Frau­en immatrikuliert waren. Zwischen 1945 und dem Be­ginn der 1970er Jahre fin­den sich dagegen Hinweise auf nur 16 weitere Forststudentinnen. Berufsbiografische Inter­views mit sieben dieser ersten Forststudentinnen, ergänzt durch die Aus­wertung von Archivmaterial, geben Aufschluss über diese erste Forstfrauen-Generation: Demnach entstammten die hannoversch-mündener Forstpio­nierinnen weit überwiegend dem länd­li­chen Bil­dungs­bür­gertum preußischer Forstfamilien oder dem kleinstädtischen Han­no­versch-Mündens. Weiterhin scheint für die Studienentscheidung dieser Frauen weniger das Fach „Forstwis­senschaft“ als vielmehr der in Kriegszeiten relativ sichere Ort Hanno­versch-Mün­den ausschlaggebend gewesen zu sein. Deutlich wird weiterhin, dass die Forst­pio­nier­in­nen die Forstfakultät Hannoversch-Münden in den Jahren des kriegsbedingten Männer­man­gels vor der Schließung bewahrten: Ihre Anwesenheit recht­­fertigte die Aufrechterhaltung des Lehrbetriebes und sie sicherten als frisch diplomierte wissenschaftliche Mitarbeiterinnen den Fortgang der Forschung. Mit Kriegsende und der Rückkehr der Männer verschwanden die meisten dieser Forstfrauen jedoch ebenso rasch und geräusch­los wie selbstverständlich wie­der: Denn an eine dauerhafte forstliche Berufs­­tätig­keit, etwa als Beamtin oder gar als Leiterin eines Forstamtes, hatte keine von ihnen auch nur im Traum jemals gedacht.

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Posterpräsentation MännerWelt Wald? auf dem 5. Baden-Württembergischen Waldgipfel in Villingen-Schwenningen

Die bereits auf der diesjährigen Landesgartenschau in Villingen-Schwenningen gezeigten Poster „MännerWelt Wald?“ werden – in leicht modifizierter Form – auf dem 5. Baden-Württembergischen Waldgipfel am 30. September in der Neuen Tonhalle Villingen-Schwenningen ausgestellt.

Mit dem provokativen Titel: „Sind die Förster noch zu retten? Strategien für die Zukunft“ stellt die AG Wald Baden-Württemberg hier die Forstbeamtenschaft und ihr Selbstverständnis in den Mittelpunkt. Thematisiert werden – unter anderem – die Fragen:

  • Welches Selbstbild haben wir?
  • Wohin sollen wir uns weiterentwickeln?
  • Welche Ausbildungen und Kompetenzen brauchen wir?
  • Welche Mittel und Maßnahmen brauchen wir, um gehört/wahrgenommen/gerettet (?) zu werden?

Die Posterausstellung „MännerWelt Wald“ will in diesem Zusammenhang verdeutlichen, dass eine Forstorganisation in welcher der Frauenanteil – vor allem in den Führungspositionen – unter 20% liegt und in der die Akzeptanz geschlechterpolitischer Maßnahmen im Sinne des Gendermainstreaming insgesamt recht niedrig ist, weit hinter den gesamtgesellschaftspolitischen Realitäten und Zielsetzungen zurückliegt.

Auf die Frage: „Sind die Förster noch zu retten?“ folgt seitens der forstlichen Genderforschung daher die klare Antwort: „Nur wenn sie den gesellschaftspolitischen Trend nicht verpassen und im Bereich des Gendermainstreaming aktiv werden, um auch zukünftig ein attraktiver Arbeitgeber für die junge Generation von Forstfrauen und Forstmänner zu sein.“

Weitere Informationen zum 5. Baden-Württembergischen Waldgipfel unter: www.ag-wald.de

Forstliche Genderforschung !? Die Hann. - Mündener Forstpionierinnen Traumberuf - Forstbeamtin! Aktuelle Situation 2010

 

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Gender and Forestry Bibliography

Die „Gender and Forestry Bibliography“ ist – wie der Name schon sagt -  ein internationales Verzeichnis von Literaturnachweisen rund um das Thema „Gender in der Forstwirtschaft“. Initiiert wurde diese Bibliographie von der Schwedin Lillemor Lyrén, welche an der Forstbibliothek der Forstfakultät der Swedish University of Agricultural Sciences (SLU) tätig ist. Die Datenbank umfasst circa 1200 Einträge und ist frei zugänglich. Zu finden ist diese Datenbank unter: http://www-umea.slu.se/bibum/genderforestry/

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Nachtrag zum Poster „Waldbesitzerinnen“

Als Update zu den kürzlich vorgestellten Postern von der Landesgartenschau hier noch der Hinweis auf eine überarbeitete – auf zwei Poster verteilte – und damit etwas übersichtlichere Fassung unseres Posters zu Waldbesitzerinnen.

Die beiden Poster können durch Klick auf die Bilder unten als PDF angezeigt werden kann:


Wissen Sie, wie viele Waldbesitzerinnen es gibt?

Sind Waldbesitzerinnen Entscheidungsträgerinnen?

Wer es genauer wissen will, kann sich nach wie vor im frei herunterladbaren Projektbericht zum Projekt Gender und Holzmobilisierung informieren.

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